„Cat Dad" im Dating-Profil: Warum Männer mit Katze besser ankommen
Eine Katze im Dating-Profil – das klingt wie ein netter Bonus für Tierfreunde. Doch eine neue repräsentative Studie zeigt: Der sogenannte „Cat Dad Effect" ist messbar und geht weit über süße Tierbilder hinaus.
Was hat die Studie gemessen?
Mars hat das Kölner Meinungsforschungsinstitut rheingold damit beauftragt, den gesellschaftlichen Status von Katzenbesitz in Deutschland zu untersuchen – explizit im Kontext von Dating und Partnerschaft. Befragt wurden 2.020 Personen zwischen 18 und 69 Jahren, bevölkerungsrepräsentativ, in der zweiten Juniwoche 2026.
Das Ergebnis ist klarer als erwartet. Es geht nicht darum, ob Katzen sympathisch wirken. Es geht darum, welche Persönlichkeitseigenschaften sie beim Gegenüber signalisieren – und ob diese Signale relevant für die Partnerwahl sind.
Die Zahlen im Detail
Unter den datenden Singles, die aktiv auf der Suche sind, sagen:
- 48 Prozent: Eine Katze beim Mann ist eine Green Flag
- 37 Prozent: Männer wirken mit Katze im Dating-Profil attraktiver
- 42 Prozent: Männer mit Katze kommen eher als Partner für eine ernsthafte, langfristige Beziehung in Frage
Auf die Frage, welche Charaktereigenschaften Männer mit Katze ausstrahlen, antworteten die Befragten:
- 54 Prozent: fürsorglicher als Männer ohne Katze
- 47 Prozent: empathischer
- 45 Prozent: fürsorglich (offen bewertet)
- 36 Prozent: verantwortungsbewusst
- 25 Prozent: sympathisch
Fürsorge und Empathie sind in der Bindungsforschung keine weichen Begriffe. Sie zählen zu den empirisch am besten belegten Prädiktoren für Beziehungsqualität. Wer diese Eigenschaften signalisiert, signalisiert Beziehungspotenzial.
Gen Z: Der Effekt ist stärker, nicht schwächer
Bei der Gen Z (18–29 Jahre) fallen die Werte noch deutlicher aus:
- 69 Prozent sagen, Männer mit Katze wirken fürsorglicher
- 63 Prozent sagen, sie wirken empathischer
- 54 Prozent sagen, sie wirken moderner
- 40 Prozent finden Männer mit Katze attraktiver
Das ist relevant, weil es zeigt, dass der „Cat Dad Effect" kein Nischenphänomen älterer Kohorten ist. Die demographisch aktivste Gruppe im Dating-Markt reagiert am stärksten darauf.
Was Männer mit Katze über sich selbst sagen
Die Studie hat auch Katzenbesitzer direkt befragt. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass der Effekt nicht nur nach außen wirkt, sondern auch innen etwas verändert:
- 75 Prozent der Männer mit Katze sagen, ihre Katze habe ihnen ihre fürsorgliche Seite gezeigt
- 70 Prozent geben an, durch die Katze die Bedürfnisse anderer bewusster wahrzunehmen
- 51 Prozent sagen, die Katze mache es leichter, Nähe zuzulassen
- 72 Prozent sagen, ihre Katze helfe ihnen, weniger zu grübeln
Die letzte Zahl stammt aus einer separaten Mars-x-Calm-Studie (YouGov, n=31.299, 20 Länder, Feldarbeit Feb.–März 2025): In Deutschland wenden sich 62 Prozent der Haustierhalterinnen und -halter in stressigen Momenten lieber ans Tier als an Partner, Familie oder Freunde. Katzenbesitz und emotionale Regulation hängen also enger zusammen als die meisten vermuten würden.
Was das für das Dating-Profil bedeutet
Wenn du eine Katze hast und noch kein Foto mit ihr im Profil verwendest, gibt es dafür nach diesen Daten keinen guten Grund mehr. Einige praktische Punkte:
Was funktioniert: Ein natürliches Foto, auf dem du und die Katze erkennbar seid – Katze auf dem Schoß, auf der Schulter oder neben dir auf dem Sofa. Nichts Gestelltes, kein Tierfoto ohne dich.
Was nicht funktioniert: Die Katze als einziges Profilbild. Der Fokus soll auf dir liegen; die Katze verstärkt das Signal, sie ersetzt dich nicht.
Was du dir sparen kannst: Eine Katze leihen für ein Profilfoto. Das wirkt aufgesetzt, und Menschen, die Katzen kennen, merken es meistens.
Zum Kontext: Katzenbesitz ist in Deutschland annähernd gleichmäßig auf alle Geschlechter verteilt – 31 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen in der Stichprobe besitzen eine Katze. Wer im Profil eine Katze zeigt, ist also nicht in einer Nische, sondern in einer großen, sozial akzeptierten Gruppe.
Für alle anderen Aspekte eines überzeugenden Profils – Formulierungen, Fotos, Reihenfolge – lohnt sich ein Blick auf Dating-Profil schreiben: Was wirklich funktioniert.
Ein kurzer internationaler Vergleich
Eine Mars-Studie des Meinungsforschungsinstituts Opinium (n=2.000 britische Erwachsene, Feldarbeit November 2025) zeigt ähnliche Werte: 45 Prozent der Befragten sehen Katzenbesitz als positives Persönlichkeitsmerkmal, 30 Prozent als Dating-Green-Flag. 41 Prozent der Gen Z und 40 Prozent der Millennials finden Cat Dads attraktiver. 36 Prozent der männlichen Katzenbesitzer in Großbritannien geben an, ihre Dating-Situation habe sich durch die Katze verbessert.
Der Effekt ist also international konsistent – und nicht kulturspezifisch auf Deutschland begrenzt.
Häufige Fragen
- Sehen Frauen Männer mit Katze wirklich attraktiver?
- Laut der Mars-rheingold-Studie 2026 (n=2.020) finden 37 Prozent der datenden Singles Männer attraktiver, wenn sie im Profil eine Katze zeigen. Unter der Gen Z steigt dieser Wert auf 40 Prozent.
- Was genau ist der „Cat Dad Effect"?
- Männer, die Katzen halten oder mit Katzen im Profil auftreten, werden als fürsorglicher (54 %), empathischer (47 %) und beziehungsbereiter wahrgenommen. 42 Prozent sehen sie eher als Partner für eine ernsthafte Beziehung.
- Sollte ich mir für mein Dating-Profil eine Katze leihen?
- Das ist erkennbar aufgesetzt und wirkt kontraproduktiv. Der Effekt entsteht aus echten Persönlichkeitssignalen – wer eine Katze hat, kann sie natürlich zeigen. Wer keine hat, ist mit anderen Authentizitätssignalen besser bedient.
- Bringt ein Katzenfoto tatsächlich mehr Matches?
- Die Studie misst Einstellungen und Wahrnehmungen, keine direkten Match-Zahlen. Aber 42 Prozent der Befragten sehen Männer mit Katze eher als Partner für eine langfristige Beziehung – das ist ein Signal für qualitativ bessere Resonanz, nicht nur mehr Klicks.
Quellen anzeigen
- Mars GmbH / rheingold Institut: Repräsentative Befragung zur Wahrnehmung von Männern mit Katzen im Datingkontext, n=2.020 Deutsche (18–69 J.), Feldarbeit 11.–19. Juni 2026. Pressemitteilung vom 05.08.2026. presseportal.de
- Mars x Calm-Studie: YouGov, n=31.299 Befragte in 20 Märkten, Feldarbeit 19.02.–31.03.2025. Zitiert in der Mars-Pressemitteilung; Deutschland-Auszug: Haustierhalter in Stresssituationen.
- Mars Incorporated / Opinium: „The Rise of the Cat Dad", n=2.000 britische Erwachsene, Feldarbeit 14.–18. November 2025, national repräsentativ. Pressemitteilung vom 09.12.2025. mars.com